Wir sind jetzt schon eineinhalb Monate am Rio Dulce und es wird Zeit für uns, mal ein wenig auszubrechen und das Land – zumindest einen Teil davon – zu erkunden. Guatemala ist mit seinen 109.021 Quadratkilometern so riesig, dass man sich im Vorfeld natürlich Gedanken machen muss, was man vom Land überhaupt sehen möchte. Und da wir ja mit Piper unterwegs sind, sind Dschungel- oder Vulkantouren über mehrere Tage für uns nicht möglich.
Also haben wir Erfahrungsberichte gelesen und uns für eine Tour nach Guatemala City entschieden, um mal wieder ein wenig shoppen zu gehen, denn gefühlt tragen wir seit einem Jahr dieselben Klamotten … grins. Danach soll es weiter nach Antigua und von dort aus zum Atitlánsee gehen. Für Guatemala City haben wir eine Woche eingeplant, da hier noch ein Tierarztbesuch mit Piper ansteht, für Antigua ebenfalls eine Woche und anschließend drei Nächte am Atitlánsee. Was sich im Laufe der Reise an Land als eher suboptimale Planung herausstellen sollte. Aber dazu später mehr.
Wir haben uns bei Taxi Richard hier am Rio Dulce ein Auto für einen Monat gemietet. Der Preis ist mit 450 Quetzales, umgerechnet 51,50 €, pro Tag wirklich nicht günstig. Die Alternative wäre gewesen, in Guatemala City am Flughafen einen Mietwagen zu nehmen. Dieser hätte uns nur 241 Quetzales, also etwa 27,60 €, pro Tag gekostet. Das Problem dabei: Wir müssen erst einmal nach Guatemala City kommen. Die örtlichen Busse vom Rio Dulce nach Guatemala City nehmen keine Tiere mit. Mit Piper fällt diese Möglichkeit also direkt aus. Es bliebe nur ein Taxi – und dafür hätten wir knapp 300 € pro Strecke bezahlt, hin und zurück also ungefähr 600 €. Unterm Strich wäre die Variante mit Mietwagen ab Guatemala City zwar etwa 119 € günstiger gewesen, aber mit Piper und unserem Gepäck für drei Wochen wesentlich umständlicher. Also entscheiden wir uns für die komfortablere Variante und nehmen den Mietwagen direkt hier vor Ort.
Am 01.07. übernehmen wir um 8 Uhr unseren Toyota RAV4 in einem Restaurant (Cafe Brunos) am Rio Dulce. Mit Richard klappt alles super. Am Nachmittag fangen wir an, das Auto mit sämtlichen Utensilien zu beladen: Reisetaschen, Sitz für Piper und ein bisschen Proviant für die Fahrt.
Da wir für unser Dinghy ein neues Cover machen lassen wollen und mit Hugo, dem ansässigen „Dinghy Doctor“, bereits Farbe und Preis verhandelt haben, kommt Mike auf die Idee, das direkt miteinander zu verbinden. Am Morgen des 02.07. bringen wir unser Dinghy zu Hugo. Der Mietwagen steht gleich im Restaurant nebenan und wenn wir von unserer Tour zurückkommen, holen wir unser Dinghy einfach mit seinem neuen Cover wieder ab. So sparen wir uns das Wassertaxi und müssen auch während der Woche, in der Hugo unser Cover anfertigt, nicht mit seiner Lancha fahren. Zumindest ist das der Plan.
Gesagt, getan. Wir verlassen am 02.07. unsere KAMI, machen alles dicht, bringen das Dinghy zu Hugo und dann kann unser kleines Guatemala-Abenteuer beginnen.



Guatemala City – drei Fahrspuren, vier Autos und wir mittendrin
Die Fahrt nach Guatemala City läuft wirklich erstaunlich gut. Wir haben kaum Stau und benötigen für die rund 200 Kilometer etwa sechs Stunden. Zwischendurch legen wir noch einen Stopp in einem kleinen Café ein und dann geht es hinein ins Großstadtgewimmel.
Und Großstadtgewimmel trifft es wirklich. Der Verkehr erinnert uns ein bisschen an Paris: drei Fahrspuren und irgendwie fahren trotzdem vier Autos nebeneinander. Überall schießen Motorräder zwischen den Fahrzeugen hindurch. Nach so langer Zeit auf dem Boot und in den ruhigen Buchten der Inseln ist das für uns erst einmal wieder ein kleiner Kulturschock. Mike gewöhnt sich allerdings erstaunlich schnell an den Verkehr und die teilweise abenteuerlichen Fahrweisen und passt sich den Gegebenheiten an. Ich würde am Steuer wahrscheinlich innerhalb der ersten zehn Minuten durchdrehen.
Gegen 14:30 Uhr erreichen wir das große Gebäude an der Avenida Las Américas, in dem wir unser erstes Airbnb gemietet haben. Alles ist bewacht und mit Security gesichert und Kathi muss erst einmal herausfinden, wie sie überhaupt in das Gebäude hineinkommt. Eine nette Dame an einem Empfangstresen öffnet ihr schließlich die Tür und fragt nach unseren Pässen. Danach bringt sie Kathi zu einem Bereich mit unzähligen Schlüsseltresoren. Mithilfe der Anweisungen in der Airbnb-App kann Kathi den richtigen Tresor öffnen und die Schlüsselkarte entnehmen.
Hier kommt man wirklich nur ins Gebäude, wenn sowohl das Fahrzeug als auch die Personen vorher angemeldet wurden. Auch Besucher müssen registriert werden, sonst erhalten sie keinen Zutritt. Für uns erst einmal ziemlich ungewöhnlich. Unser Apartment ist dafür wirklich schön – genauso wie auf den Fotos. Wir fühlen uns sofort wohl und freuen uns auf die erste Nacht in einem großen Bett und vor allem: ohne das Schaukeln der KAMI.
Direkt neben unserem Gebäude befindet sich ein kleines Einkaufszentrum mit Supermarkt und mehreren Restaurants. Sehr praktisch. Wir packen erst einmal ein paar Sachen aus und gehen anschließend mit Piper die Umgebung erkunden. Der Spaziergang dauert gefühlt eine Ewigkeit, da Piper an wirklich jeder Ecke stehen bleibt und schnüffelt. Wir glauben, dass auch sie es genießt, mal wieder ein bisschen Stadtleben zu erleben. Und die Temperaturen von rund 25 Grad sind für uns drei ebenfalls sehr angenehm. Kathi zieht sich direkt ihre Jeansjacke über, worüber Mike sich natürlich sofort lustig macht. Aber wenn man seit Wochen konstant 35 Grad gewohnt ist, fühlen sich zehn Grad weniger tatsächlich fast wie Winter an … grins.
Nach einer langen Gassirunde bringen wir Piper völlig erledigt zurück ins Apartment und gehen erst einmal einkaufen: Lebensmittel, Getränke und natürlich Kaffee. Abends machen wir es uns zu dritt auf der Couch gemütlich und schauen einen Film. Lange halten wir allerdings nicht durch. Der Tag war doch ganz schön anstrengend.
Die nächsten Tage verbringen wir mit regelrechten Marathonläufen durch zwei große Einkaufszentren – Piper natürlich immer mit dabei. Guatemala ist wirklich sehr hundefreundlich und sie ist in erstaunlich vielen Geschäften willkommen. Die erste Mall ist Oakland Place Guatemala mit rund 274.000 Quadratmetern und die zweite die Miraflores Mall mit etwa 62.000 Quadratmetern. Leider ist es bei solchen Einkaufszentren meistens so, dass man kaum landestypische Geschäfte findet. Stattdessen gibt es H&M, Bershka und viele andere Läden, die man bereits aus Europa kennt. Aber natürlich finden wir trotzdem die eine oder andere Sache und der Kofferraum wird immer voller … grins.
Kathi entdeckt in der Nähe unseres Airbnbs außerdem ein großes Tierfachgeschäft. Natürlich gehen wir nicht mit leeren Händen wieder heraus. Für Piper gibt es Leckerlis, eine neue Leine mit Geschirr und ein paar Spielsachen. In einem Käfig sitzt dort auch ein kleiner Havaneser – zumindest glauben wir, dass es einer ist. Er schaut so traurig aus, dass man ihn am liebsten sofort mitnehmen würde. Für 8.200 Quetzales, knapp 940 €, könnte man ihn kaufen. Für uns natürlich keine Option, denn unsere Reise ist mit einem Hund schon kompliziert genug. Trotzdem ist es wirklich traurig mit anzusehen.
Auch Pipers Tierarztbesuch steht noch an. Kathi hat bereits vom Rio Dulce aus mit der Ärztin über WhatsApp geschrieben und eine Zahnkontrolle sowie eine Zahnreinigung vereinbart. Da diese Untersuchung unter Vollnarkose erfolgt, muss natürlich alles genau geplant werden. Piper hatte in Deutschland bereits eine Wurzelresektion und Probleme mit ihrem linken Reißzahn. Deshalb möchten wir lieber noch einmal kontrollieren lassen, ob alles in Ordnung ist.
Die Ärztin empfängt uns wirklich sehr herzlich und auch die Mitarbeiterinnen in der Praxis sind unglaublich freundlich. Dadurch haben wir zumindest ein gutes Gefühl dabei, Piper dortzulassen. Trotzdem ist einem schon etwas mulmig. In einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, seinen Hund abzugeben und zu wissen, dass eine Vollnarkose gemacht wird, die natürlich immer gewisse Risiken mit sich bringt, fühlt sich einfach komisch an. Doch das Team der Anima Clinica Veterinaria gibt uns wirklich ein gutes Gefühl. Nach etwa vier Stunden können wir Piper wieder abholen und es geht ihr soweit gut. Sie ist natürlich noch etwas benommen, aber das lässt zum Glück schnell nach.
Wir besuchen während unserer Zeit in Guatemala City auch einige Restaurants – manche besser, manche eher durchschnittlich. Aber alles in allem kann man sagen, dass man in der City wirklich fast alles bekommt. Die Preise sind etwas höher als am Rio Dulce, aber das war uns vorher schon klar. Die Woche vergeht wie im Flug und unsere Schrittzähler spielen inzwischen völlig verrückt. So viel sind wir schon lange nicht mehr gelaufen.





























Antigua – wunderschön, bunt und ein Hotel nur für eine Nacht
Am 09.07. machen wir uns auf den Weg in das etwa zwei Stunden entfernte Antigua und freuen uns wieder auf eine etwas ruhigere Umgebung. Schon die Fahrt dorthin durch die vielen Serpentinen ist spektakulär. Landschaftlich ist Guatemala wirklich wunderschön – wenn man über den ganzen Müll am Straßenrand hinwegsehen kann.
Antigua Guatemala gehört definitiv zu den Städten, die man in Guatemala gesehen haben sollte. Die Stadt liegt auf rund 1.500 Metern Höhe, ungefähr 40 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt, und ist von den Vulkanen Agua, Fuego und Acatenango umgeben. Antigua war früher die Hauptstadt der spanischen Kolonie in Guatemala. Nach schweren Erdbeben im Jahr 1773 wurde die Hauptstadt in das heutige Guatemala-Stadt verlegt. Viele Kirchen, Klöster und Gebäude blieben als Ruinen erhalten – und genau das macht heute einen großen Teil des besonderen Charmes der Stadt aus. Seit 1979 gehört Antigua zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Innenstadt ist wunderschön: Kopfsteinpflaster, farbenfrohe Kolonialhäuser, kleine Innenhöfe, alte Kirchen und Klosterruinen. Dazu kommen unglaublich viele hübsche Cafés, Restaurants, kleine Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Rooftop-Bars. Fast alles lässt sich zu Fuß erkunden.
Wir suchen unser kleines Hotel, in dem wir ebenfalls über Airbnb ein Zimmer gemietet haben. Das Casa Donya ist ein kleines, charmantes Boutique-Hotel mitten im historischen Zentrum von Antigua. Besonders schön ist der grüne Garten mit eigenem Café, in dem morgens auch das Frühstück serviert wird. Zum Hotel gehört außerdem ein kleiner Recovery-Spa-Bereich mit Cold Plunge und traditionellem Temazcal. Bei einer Übernachtung sind Frühstück und eine einstündige Spa-Session bereits inklusive.
Als wir ankommen, sind wir wirklich begeistert von dem schönen Garten und dem kleinen Café. Alles ist liebevoll dekoriert und wir setzen uns erst einmal hin, um etwas zu trinken. Danach geht es zum Check-in. Wir bekommen eine kurze Einführung und ein junger Mann begleitet uns zu unserem Zimmer.
Wir gehen auf ein Gebäude zu, vor dessen Eingang ein Fernseher hängt. Zwei Mitarbeiter sitzen davor und schauen Fußball. Im Eingangsbereich befindet sich auf der einen Seite eine Couch mit einem kleinen Bücherregal und auf der anderen Seite eine Art Lagerbereich mit Kartons, Stühlen und Gartenbedarf. Hmm … nicht besonders einladend.
Dann betreten wir unser Zimmer und sind sprachlos. Leider nicht vor Begeisterung. Ein kahler Raum mit einem Bett und einem erhöhten, tresenartigen Tisch mit einem Hocker. Kein Schrank, und keine vernünftige Sitzgelegenheit. Auch Dusche und Toilette wirken leider genauso lieblos. Zum Glück haben wir unser Gepäck noch im Auto gelassen.
Also beschließen wir erst einmal, in die Stadt zu gehen und etwas zu essen. Im veganen Restaurant, das wir uns aussuchen, wird Piper direkt von zwei größeren Hunden angegangen. Mike stellt sich schützend vor sie – unser großer Wachhund Piper … grins. Die Besitzerin kommt sofort angerannt, nimmt die beiden Hunde weg und sperrt sie in ihr Büro. Erster Schreck verdaut. Nichts passiert, allen geht es gut.
Und dann sitzen wir auch noch in einem veganen Restaurant. Wer Mike kennt, weiß, dass wir damit eigentlich schon komplett falsch abgebogen sind. Aber auf der Karte entdecken wir Tortellini mit Spinat und Rucola und Kathi kann Mike überzeugen. Schließlich haben wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen. Und tatsächlich: Es ist richtig lecker.


Während wir essen, schaut Mike Kathi an und sagt: „Da können wir nicht bleiben.“
Kathi schaut ihn an: „Wo?“
„Na, in dem Hotel. Für eine Nacht okay. Aber doch nicht für eine Woche.“
Und er hat recht. Wir arbeiten auch unterwegs und brauchen zumindest eine halbwegs vernünftige Möglichkeit, am Laptop zu sitzen, ohne danach einen Bandscheibenvorfall zu haben. Kathi stimmt zu: „Ja, das Zimmer ist wirklich ungemütlich.“
Also suchen wir kurzerhand auf Airbnb eine neue Unterkunft. Diesmal kein Hotel, sondern wieder ein Apartment mit Küche und Wohnzimmer. Mit Hund und Arbeit für uns einfach praktischer. Wir buchen direkt und fahren los. Das Apartment ist niedlich und hat genau das, was wir brauchen. Kathi kann das andere Zimmer zum Glück noch stornieren und bekommt immerhin ein Viertel des Preises zurück. Als wir am Abend den Schlüssel zurückgeben, schaut uns der Portier etwas fragend an. Kathi erklärt ihm, dass das Zimmer für uns einfach nicht passt.
Unser neues Apartment haben wir bis zum 16.07. gemietet. Es liegt nah am Stadtzentrum – wobei Antigua ohnehin nicht besonders groß ist.
Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt und Kathi rennt natürlich in so ziemlich jedes Geschäft, das sie finden kann. Handgemachte Figuren, Schmuck, Kleidung, Deko – genau das wollte sie sehen.
Es gibt außerdem unzählige Restaurants. In einem entdecken wir sogar Mikes Lieblingsessen: Steak Tatar. Dort landen wir dann natürlich gleich mehrmals. Viele schöne Cafés, bunte Gassen, wunderschöne Kirchen und Torbögen – Antigua ist wirklich ein malerisches kleines Städtchen.
Durch die Temperaturunterschiede erwischt Kathi leider eine Erkältung und sie verbringt zwei Tage mehr oder weniger im Bett. Zum Glück ist sie zu unserer geplanten Quad-Tour wieder einigermaßen fit. Wir fahren in einer kleinen Gruppe mit dem Quad zunächst zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man über die gesamte Stadt schauen kann. Danach geht es auf eine Kaffeeplantage. Unser Guide erklärt uns dort, wie der Kaffee angebaut und verarbeitet wird. Wirklich interessant.
Er erzählt uns auch, dass es früher in Guatemala kaum Milch gab und viele Guatemalteken Milch bzw. Laktose nicht gut vertragen. Wir hatten uns schon am Rio Dulce immer gewundert, warum wir so häufig gefragt werden, ob wir normale oder laktosefreie Milch möchten. Jetzt wissen wir es. Der Ausflug ist wirklich schön und unser Guide sehr nett.







Ansonsten erkunden wir Antigua größtenteils zu Fuß. Unter anderem besuchen wir die Ermita de San Jerónimo, eine wunderschöne kleine Ruinenanlage mit grünen Gärten, alten Mauern und einem Brunnen. Dadurch wirkt sie fast wie ein kleiner Park mitten in Antigua. Ursprünglich sollte hier tatsächlich eine Schule bzw. ein Studienhaus entstehen. Die Mercedarier begannen 1739 mit dem Colegio de San Jerónimo, das 1757 fertiggestellt wurde. Da jedoch die notwendige königliche Genehmigung fehlte, durfte das Kolleg nicht dauerhaft als solches betrieben werden. Ab 1765 wurde die Anlage unter anderem als königliches Zollhaus, die Real Aduana, genutzt. Beim großen Erdbeben von 1773 wurde sie stark zerstört. Heute sind noch Teile des ursprünglichen Klosters bzw. Kollegs, die Kapelle und der zentrale Brunnen erhalten. Gerade die Kombination aus Ruinen, Blumen, Rasenflächen und Vulkanblick macht den Ort zu einem wunderschönen und ruhigen Zwischenstopp.








Auch der Parque Central gehört natürlich dazu. Er ist das lebendige Herz von Antigua Guatemala. Umgeben von farbenfrohen Kolonialgebäuden, der Kathedrale und dem historischen Rathaus lädt der grüne Platz mit seinen schattigen Bäumen und Bänken zum Verweilen und Beobachten des bunten Treibens ein. In der Mitte steht die berühmte Fuente de las Sirenas, der Meerjungfrauenbrunnen aus dem 18. Jahrhundert. Ein schöner Ort, um kurz zur Ruhe zu kommen und die besondere Atmosphäre Antiguas auf sich wirken zu lassen. Rund um den Platz stehen viele Einheimische mit kleinen Ständen und bieten ihre Handwerkskunst an.
Die Kirche Iglesia Santo Hermano Pedro de San José de Betancur gehört zum Santuario de San Francisco el Grande und ist eng mit dem Heiligen Pedro de San José de Betancur, dem „Hermano Pedro“, verbunden. Er widmete sein Leben in Antigua besonders den Armen und Kranken und gilt als eine der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten Guatemalas. Seine Grabstätte befindet sich hier und macht die Kirche bis heute zu einem wichtigen Wallfahrtsort.
Wir erreichen die Kirche eher zufällig während eines Gottesdienstes. Die wunderschöne Musik und besonders das Gebet des Pfarrers zu Beginn – welches sich für uns einfach nur wunderschön anhört, weil wir Spanisch leider nicht verstehen – sorgen für einen ganz besonderen und unerwartet berührenden Moment.





Die Zeit in Antigua war wirklich schön. Im Nachhinein hätten wir hier allerdings keine ganze Woche eingeplant, sondern eher zwei bis drei Tage. Denn in dieser Zeit kann man wirklich sehr viel sehen und die Stadt ist doch ziemlich touristisch.

Atitlánsee – Baustelle, Erdbeben, Skorpion … und dann doch noch verliebt
Am 16.07. machen wir uns auf den Weg zum Atitlánsee. Die Fahrt dauert ebenfalls ungefähr zwei Stunden. Wir freuen uns auf unsere Blockhütte direkt am See – inklusive Whirlpool auf der Terrasse. Da Mike sich inzwischen bei Kathi angesteckt hat und jetzt auch eine fette Erkältung hat, freuen wir uns besonders auf ein paar ruhige und entspannte Tage. Hier haben wir nur drei Nächte gebucht.
Die Straße zur Unterkunft lässt Mikes Laune allerdings schon deutlich sinken. Straße ist eigentlich ein sehr großzügiger Begriff. Ein Schotterweg führt uns mit gefühlten 30 Grad Steigung den Berg hinauf. Oben angekommen sehen wir ein kleines Häuschen, daneben unsere Hütte und weiter unten … Baustellen. Eine nach der anderen. Na gut. Vielleicht wird es ja trotzdem schön. Spoiler: wird es nicht.
Wir schauen in die Hütte und sehen zunächst die Küche und einen Teil des Wohnzimmers. Check-in ist erst ab 15 Uhr und wir sind schon gegen 14 Uhr dort. Da wir hier wirklich mitten im Nirgendwo sind, beschließen wir, noch einmal in den nächsten Ort zu fahren und einzukaufen. Kathi überlegt, was wir in den nächsten Tagen essen wollen, macht eine Liste und kommt mit einem komplett gefüllten Einkaufswagen aus dem Supermarkt. Getränke, Essen und natürlich Pistazien.
Zurück an der Hütte schleppen wir alles hinein und lassen uns erschöpft auf die Couch fallen. In diesem Moment steht Mike wieder auf: „Was ist denn das hier?“ Direkt vor unserer Terrasse befindet sich eine frisch gegossene Bodenplatte. Oh nein. Ernsthaft? Damit ist der schöne Blick schon einmal deutlich eingeschränkt.
Aber es kommt noch besser. Kathi macht wie immer ein Video von der Unterkunft für Freunde und Familie. Dabei fällt uns nach und nach auf, wie schmutzig das Apartment tatsächlich ist. Hinter dem Kühlschrank steht eine volle Mülltüte, der Glastisch im Wohnzimmer ist völlig verdreckt und die Ablageflächen im Bad ebenfalls. Eigentlich ist die gesamte Unterkunft so schmuddelig, dass wir am liebsten direkt wieder losfahren würden.
Und dann kommt der Höhepunkt. Wir sitzen mit einem Glas Wein auf der Couch und versuchen erst einmal, das Ganze zu verdauen. Plötzlich steht ein Bauarbeiter direkt vor unserer Terrasse. Er wässert mit einem Gartenschlauch den frisch gegossenen Beton, winkt freundlich und setzt sich anschließend auf eine Holzbohle – direkt vor unser Fenster.
Man muss dazu sagen, dass die Hütte aus zwei offenen Ebenen besteht. Zur Seeseite gibt es keine Vorhänge. Sprich: Die Bauarbeiter können uns am nächsten Morgen gemütlich ins Bett zuwinken. Super. Genau so hatten wir uns die romantische Unterkunft am See vorgestellt.

Wir haben in Antigua bereits Geld durch das stornierte Hotel verloren, aber Kathi sagt trotzdem sofort: „Auf keinen Fall bleibe ich hier.“ Wir beschließen, eine Nacht dort zu bleiben. Wir benutzen weder Handtücher noch Bademäntel und Kathi kontaktiert sofort den Airbnb-Support. Unser Ziel: die kompletten Kosten für die beiden übrigen Nächte zurückzubekommen.
Am nächsten Morgen sitzen wir beim Kaffee. Mike arbeitet am Laptop und Kathi schreibt mit Airbnb. Plötzlich fängt alles an zu wackeln. Mike springt auf und Kathi bleibt erst einmal wie angewurzelt auf der Couch sitzen. Die Baustelle? Nein.
Am 17. Juli 2026 bebte plötzlich die Erde. Vor der Küste des südlichen Mexikos, nahe der Grenze zu Guatemala, ereignete sich ein starkes Erdbeben der Stärke 7,3. Das Beben war auch in weiten Teilen Guatemalas deutlich zu spüren und löste kurzzeitig sogar eine Tsunamiwarnung für die Pazifikküste aus. Zum Glück wurden trotz der enormen Stärke keine größeren Schäden oder Todesopfer gemeldet. Zahlreiche Nachbeben folgten. Ein ziemlich eindrucksvoller Moment, der uns wieder einmal zeigt, wie aktiv die Erde in dieser Region ist. Wahnsinn. Wir können es kaum glauben.
Kathi rappelt sich auf und bringt die Hütte wieder in den Zustand, in dem wir sie vorgefunden haben. Sie macht das Bett, räumt die Decken von der Couch und packt sämtliche Lebensmittel wieder ein, die wir erst einen Tag zuvor mühsam hineingeschleppt haben. Alles wieder raus.
In diesem Moment macht Piper plötzlich einen Riesensatz. Kathi sieht einen Skorpion quer durch den Eingangsbereich laufen. Na wunderbar. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass der Vulkan ausbricht.
Mike googelt sofort, was bei Hunden passieren kann, wenn sie von einem Skorpion gestochen werden. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und verstecken sich tagsüber gerne in Schuhen, Kleidung oder Betten. Kathi untersucht Piper gründlich, kann aber keine Einstichstelle entdecken. Wir beschließen, sie den restlichen Tag genau zu beobachten.
Zum Glück haben wir bereits am Vorabend eine andere, hoffentlich schönere Airbnb-Unterkunft gefunden und einen frühen Check-in vereinbart. Also geht es wieder mit Sack und Pack los – natürlich über die hervorragenden guatemaltekischen Straßen. Mike kämpft immer noch mit seiner Erkältung, was die ganze Aktion nicht gerade angenehmer macht. Kathi hat die Taschen inzwischen so umgepackt, dass wir wenigstens nicht wieder das komplette Auto ausräumen müssen.
Wir kommen an einem großen grünen Tor an. Kathi öffnet den Schlüsselkasten, nimmt den Schlüssel heraus und öffnet damit das Tor. Mike fährt hinein. Vor uns liegt eine kleine Wohnanlage mit mehreren Bungalows und schon der erste Eindruck ist komplett anders. Blumenreich angelegte Wege führen zu unserem Häuschen. Innen ist alles liebevoll in Blau- und Weißtönen maritim eingerichtet. Von der Terrasse haben wir einen wunderschönen Blick auf den Atitlánsee. Und dann hängt dort auch noch eine Hängematte. Kathi ist verliebt.
Wahnsinn.
Und als wäre das nicht schon genug, bestätigt uns die Mitarbeiterin vom Airbnb-Kundenservice auch noch, dass wir die beiden Nächte in der ersten Unterkunft komplett erstattet bekommen. Sehr schön!
Wir sind so begeistert von unserer neuen Unterkunft, dass wir spontan beschließen, nicht nur zwei Nächte, sondern gleich eine ganze Woche zu bleiben. So hat Mike genug Zeit, sich auszukurieren. Schließlich wartet hier auch noch unser gebuchter Paragliding-Flug auf uns, auf den wir uns schon den ganzen Trip freuen.
Also tragen wir wieder alles in die Wohnung, räumen aus und danach folgt erst einmal ein dreistündiges Nickerchen in der Hängematte. Traumhaft.




Da wir ohnehin genug eingekauft haben, beschließen wir, die nächsten Abende einfach im Apartment zu kochen. Wir genießen die Ruhe und den wunderschönen Blick auf den See. Am nächsten Tag machen wir ganz entspannt: ein bisschen chillen, ein bisschen arbeiten und ein bisschen nichts tun. Kathi geht mit Piper an den See, denn die Anlage hat einen eigenen Zugang zum Wasser. Piper tobt ein wenig am Ufer und wir genießen die Sonne.










Am nächsten Tag fahren wir mit dem Tuk-Tuk in die nächstgelegene Stadt Panajachel. Panajachel, von den Einheimischen liebevoll „Pana“ genannt, liegt direkt am wunderschönen Lago de Atitlán und gilt als das Tor zum See. Der Ort ist lebendig und bunt, mit kleinen Restaurants und Cafés, unzähligen Ständen mit traditionellem Maya-Kunsthandwerk und der bekannten Calle Santander.
Das eigentliche Highlight ist aber die traumhafte Kulisse. Der Atitlánsee liegt eingebettet zwischen Bergen und den mächtigen Vulkanen Atitlán, Tolimán und San Pedro. Vom Ufer aus hat man einen fantastischen Blick über den See und mit den kleinen Lanchas kann man von Panajachel aus die verschiedenen Maya-Dörfer rund um den See erkunden. Ein wunderschöner Ort, an dem beeindruckende Natur, Maya-Kultur und das quirlige Leben Guatemalas aufeinandertreffen.
Das beste Fortbewegungsmittel hier ist definitiv das Tuk-Tuk. Die kleinen Dinger fahren überall durch die Stadt wie Ameisen durch ihren Bau. Und wenn man am Straßenrand steht, hält fast immer eines an. Wir fahren ungefähr zehn Minuten bis zur Calle Santander und zahlen dafür 35 Quetzales, umgerechnet etwa 4 €. Perfekt. Keine Parkplatzsuche, kein Stress im engen Verkehr und kein Kampf mit schmalen Straßen.
Wir laufen die Calle Santander entlang und Kathi ist völlig überwältigt. Alles ist bunt und überall gibt es wunderschöne Sachen. Mike bekommt der Ausflug allerdings gesundheitlich noch nicht besonders gut. Also beschließen wir, noch etwas zu essen und anschließend wieder zurück zur Unterkunft zu fahren.
Auf dem Weg zum Restaurant entdeckt Kathi eine Hängematte, die genauso aussieht wie die in unserer Unterkunft, und zieht Mike natürlich direkt in den Laden. Der Händler hat unglaublich viele wunderschöne Sachen. Alles handgemacht – echte Handwerkskunst. Wir kaufen die Hängematte und Kathi ist überglücklich.
Doch dann entdeckt sie in dem Geschäft einen Traumfänger und der erobert sofort ihr Herz.
„Wie schön ist der denn bitte?“
Mike schaut ihn an: „Wir haben keinen Platz dafür.“
Womit er natürlich recht hat.
Aber er ist trotzdem soooo schön.
Wir verlassen den Laden erst einmal nur mit der Hängematte.








Am nächsten Tag fährt Kathi alleine in die Stadt. Eine ziemlich witzige Fahrt, denn ein Tuk-Tuk gehört natürlich nicht automatisch einem Fahrgast. Ist noch ein Platz frei, werden einfach weitere Leute eingesammelt. So lernt Kathi unterwegs eine sehr nette einheimische Dame kennen und macht noch schnell ein Foto, bevor diese aussteigt.
Der Einkaufsbummel wird begleitet von Nachrichten mit Kathis Tochter Lea und Ihrer Mutter sowie ihren Freundinnen Katha und Steffi.. Kathi schickt Videos und zeigt allen, wie herrlich es in Panajachel ist. Es ist immer wieder toll, mit der Heimat und den geliebten Menschen zu kommunizieren und zu hören, wie es ihnen geht.
Und natürlich schickt sie auch Fotos vom Traumfänger. Mike hatte am Abend vorher noch gesagt: „Na, wenn du ihn unbedingt haben möchtest, dann finden wir schon einen Platz.“ Damit war der Kauf eigentlich schon besiegelt … lach. Kathi ist sich nur noch nicht ganz sicher, wo dieser riesige Traumfänger auf der KAMI überhaupt hin soll.
Als sie schließlich wieder in dem Laden steht, geht der Künstler mit dem Preis auch noch 300 Quetzales herunter. Damit ist eigentlich alles entschieden. Kathi kann nicht mehr Nein sagen. Nach vier Stunden kommt sie mit mehreren Oberteilen, einer Hose, einem Armkettchen, einem Halskettchen und natürlich dem Traumfänger zurück zur Unterkunft. Überglücklich. Mike rollt nur mit den Augen … hihi.






Das Auto platzt inzwischen fast aus allen Nähten. Und spätestens am Rio Dulce müssen wir das ganze Zeug auch noch mit dem Dinghy zurück auf die KAMI bekommen. Hmmm … das Problem verschieben wir einfach auf später.
Wir verbringen noch ein paar wunderschöne Tage in Panajachel und am letzten Tag steht schließlich unser Paragliding-Flug mit Leo und Toto an. Wir treffen uns am Pier in Panajachel und fahren mit der Lancha nach San Marcos. Dort soll uns ein Jeep einsammeln und auf den Berg bringen.
Was wir nicht wissen: Ausgerechnet an diesem Tag gibt es eine Straßenparade und der Ort ist teilweise von der Polizei gesperrt. Also warten wir ungefähr 40 Minuten. Kathi stört das überhaupt nicht. Die Sonne scheint und viele süße Kids ziehen in Fußballkleidung durch die Straßen. Für unsere beiden Guides ist die Verzögerung natürlich weniger lustig, da wir nicht die einzigen Gäste sind, die an diesem Tag mit ihnen fliegen möchten.
Irgendwann kommt der Jeep. Es folgt eine ziemlich wilde Fahrt auf der Ladefläche und wenig später stehen wir etwa 600 Meter über dem See auf dem Berg. Kurze Einweisung, Schirme aufbauen und los geht’s.
Traumhaft!
Der See von oben, die Berge, die Vögel, die an uns vorbeiziehen, und diese unglaubliche Ruhe beim Paragliding – es ist wirklich schwer zu beschreiben. Nach ungefähr 25 Minuten landen wir an einem Strand und fahren mit dem Tuk-Tuk weiter zum nächsten Hafen. Unsere Guides haben dort schon die nächsten beiden Flugwilligen bestellt und machen sich direkt wieder auf den Weg nach oben. Für uns bleibt ein wahnsinnig schönes Erlebnis.








Am Abend wollen wir ein letztes Mal in der Stadt essen gehen und diesmal soll Piper mit. Also heißt es auch für sie: ab ins Tuk-Tuk. Na ja – ob Segelkatamaran, Dinghy, Auto oder Tuk-Tuk. Das schafft sie jetzt auch noch.
Und tatsächlich sitzt sie ganz brav hinten zwischen uns auf der Sitzbank. Begeisterung sieht zwar eindeutig anders aus, aber Piper ist immer gerne dabei, wenn wir unterwegs sind. Also muss sie da jetzt leider durch.
Was uns hier außerdem sofort auffällt: Rund um den Atitlánsee gibt es unglaublich viele Straßenhunde. Sie laufen frei durch die Straßen, liegen vor Geschäften, schlafen am Straßenrand oder begleiten einen einfach ein Stück. Mit Piper sorgen wir dagegen regelmäßig für erstaunte Blicke. Sie läuft ganz selbstverständlich mit uns an der Leine durch die Stadt und manchmal haben wir wirklich das Gefühl, dass die Leute eher Piper anschauen als uns. Wahrscheinlich denken sie: „Warum ist der Hund denn angeleint?“.


Am nächsten Tag, dem 22.07., machen wir uns wieder auf den Weg nach Guatemala City. Dort haben wir erneut das gleiche Airbnb gemietet und werden noch einmal zwei Nächte bleiben, bevor es endgültig zurück zum Rio Dulce und zu unserer KAMI geht.
Kathi hat bereits Anfang der Woche mit Hugo geschrieben, der unser Dinghy hat. Wir kündigen an, dass wir am Samstag gegen 15 Uhr wieder am Rio Dulce sein werden. Seine Antwort: „Kein Problem, ihr könnt dann direkt euer Dinghy abholen.“
Klar … das klingt ja fast zu einfach für Guatemala. Aber wir sind inzwischen schlauer und wissen: Ein Plan B schadet hier eigentlich nie … grins.
Am Samstag machen wir uns früh auf den Rückweg. Kathi schreibt Hugo, dass wir gegen 14 Uhr ankommen werden. Seine Antwort kommt prompt: Er hat den Geburtstag seines Sohnes vergessen und ist auf einer Familienfeier – und natürlich auch gar nicht in der Stadt.
Na wunderbar. Genau so hatten wir uns unsere Rückkehr vorgestellt. Das Auto bis unters Dach voll, Piper dabei und unser Dinghy irgendwo ohne uns. Und Piper findet Lancha fahren nach wie vor auch nicht gerade großartig.
Aber Hugo organisiert uns zum Glück einen Freund mit einer Lancha, der uns zur Monkey Bay Marina bringen soll. Und tatsächlich funktioniert alles. Am Rio Dulce angekommen, kommt kurze Zeit später sein Kumpel. Wir nehmen nur das Wichtigste aus dem Auto mit und lassen uns zurück nach Hause zu unserer KAMI bringen.
Zum Glück haben wir noch ein paar Konserven und genug zu trinken an Bord. Denn bis Montag, wenn wir unser Dinghy endlich bekommen, können wir nicht mal eben zum Einkaufen fahren.
Damit endet ein wirklich wahnsinnig aufregender Trip. Wenn wir vorher gewusst hätten, wie schön es am Atitlánsee ist, wären wir dort mindestens zwei Wochen geblieben und hätten noch viel mehr von den Städten und Dörfern rund um den See erkundet. Für uns definitiv einen Besuch wert.
Und zu guter Letzt müssen wir auch noch etwas sagen, was uns während der gesamten Reise aufgefallen ist: In Guatemala sieht man wirklich viele bewaffnete Männer. Vor Geschäften, Banken, Apotheken oder Wohnanlagen steht fast überall Security. Das wirkt für uns am Anfang schon etwas befremdlich.
Aber trotz all dieser sichtbaren Sicherheitsmaßnahmen hatten wir während unseres gesamten Trips keine einzige Situation, in der wir uns unwohl fühlten oder gar Angst hatten. Und vielleicht ist genau das auch eine der größten Überraschungen dieser Reise gewesen.
Mit vielen neuen Eindrücken, unvergesslichen Erlebnissen und jeder Menge schöner Erinnerungen geht es für uns zurück auf unsere KAMI.
Jetzt heißt es aber erst einmal wieder: Arbeiten statt Abenteuer. Am 03.08. kommt unsere KAMI aus dem Wasser und die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen von Wartung, Reparaturen und vielen kleinen und großen Projekten an Bord.
Langweilig wird uns also garantiert nicht. Im nächsten Blogbeitrag nehmen wir euch mit hinter die Kulissen unseres Bootsalltags und zeigen euch, was bei einem Werftaufenthalt alles auf dem Programm steht.
Bis dahin – bleibt neugierig und bis bald! ⚓😊









































































































































































































































































































































































































