Abschied von Camaret-sur-Mer – Kurs auf Madeira

Die letzten Tage in Camaret-sur-Mer haben wir noch einmal richtig genutzt, bevor das nächste große Abenteuer begann. Wir haben die kleine Stadt mit ihren engen Gassen erkundet, das Künstlerviertel besucht (Mike sein Highlight war das Atelier Ramine) und uns abends gelegentlich in ein Café gesetzt, um bei Musik und einem Glas Wein die Abendsonne zu genießen. Ein perfekter Mix aus Urlaubsgefühl und Aufbruchsstimmung.

Ein Highlight war ein Ausflug in die kleine, felsige Bucht gleich um die Ecke. Dort gab es einen schmalen Strand, an dem wir mit Piper getobt haben: Ballspielen, Rennen über die Steine – und ja, wir haben auch ein bisschen Schwimmen geübt. Anfangs fand sie das gar nicht lustig, aber nach ein paar skeptischen Blicken wagte sie sich dann doch ins Wasser. Ihr Gesichtsausdruck dabei: unbezahlbar!

Das Wetter zeigte sich endlich von seiner besseren Seite: Die Persenning ist runter, der Sonnenschutz im Cockpit montiert, und die KAMI sieht wieder so aus, als könnte man mit ihr um die Welt segeln – oder zumindest erst einmal nach Madeira. Auch die Vorräte sind aufgefüllt: Obst, Gemüse, Aufstriche – und natürlich die ein oder andere Nervennahrung für die Nachtwachen. Alles ist verstaut und verzurrt.

Sonnenelemente Cockpit

Am Freitag hatten wir noch einen Termin mit Sebastian Wache, der aktuell die Urlaubsvertretung für Alina übernimmt. Sehr beruhigend, kurz vor dem Start noch ein frisches Wetter-Update parat zu haben – immerhin will man wissen, ob man mit Welle, Flaute oder Böen rechnen muss.

Gestern Abend gönnten wir uns dann noch einen Abstecher in die gemütliche Hafenbar La Rhumerie. Die Burger waren köstlich, und der Rosé mundete hervorragend. Danach ging es noch auf einen Cider zur Toroa, einer TO-Segelyacht, mit deren Crew wir seit Cuxhaven in Kontakt stehen. Sie waren gerade frisch in Camaret eingetroffen, und wir haben den Abend genutzt, um gemeinsam anzustoßen – wie immer mit der Hoffnung, sich unterwegs irgendwo wiederzusehen.

Heute Morgen dann der große Moment: Wir starteten im dichten Nebel – und natürlich völlig ohne Wind. Genau wie die Prognose es vorhergesagt hatte, auch wenn man ja immer noch auf ein kleines Segelwunder hofft. Zum Abschied zeigte sich unterwegs immerhin noch eine Robbe, die fast so wirkte, als würde sie uns zuwinken.

Und dann wurde es auch gleich ernst: In unserer Nähe fand ein Militärmanöver statt. Drei große französische Marineschiffe lagen vor uns, und eines funkte uns an. Wir sollten bitte den Kurs ändern, da sie gerade ein Mann-über-Bord-Manöver übten – und wir uns mitten in der „Übungszone“ befanden. Langweilig wird es offensichtlich nicht.

Jetzt heißt es also: Kurs auf Madeira! Planmäßig wollen wir in rund zehn Tagen dort ankommen. Mal sehen, was bis dahin noch passiert.

Madeira, wir kommen!

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4 Gedanken zu „Abschied von Camaret-sur-Mer – Kurs auf Madeira

  1. Jetzt kann es nach der Pause in Frankreich ja endlich losgehen! Eine gute und erfolgreiche Fahrt wünschen wir Euch ❤️

  2. Hoffentlich weht bald ein laues Lüftchen damit ihr gut und sicher ankommt!! Freue mich auf den nächsten Kommentar!
    Mama 🙋‍♀️

    1. Gestern hatten wir ab mittags richtig guten Wind und konnten ein Stück vorankommen. Heute dagegen leider eher Flaute … Aber gegen Abend soll es sich ja wieder bessern! Wir haben gerade die Segel gesetzt und warten gespannt, was da noch kommt 🤗⛵️.

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