Abschied von Geza

03. Juni 2023

Wieder herrschte eine super Stimmung gestern Abend im Wahoo. Nachdem Karsten unser Abendessen ausgegeben hatte, tranken wir vorn an der Bar noch einige Getränke „aufs Haus“.
Geza versprach uns, in der Frühe gegen 8 Uhr von der KAMI abzuholen, um mit uns eine Inseltour zu unternehmen. So kam es dann auch. Pünktlich hupt es auf dem Parkplatz, und wir steigen in Gezas Kia ein. Es geht Richtung Süden, und während der Fahrt inspizieren wir die Gegenden der Millionäre und Milliardäre. Hotels, die Kirk Douglas gehörten, und ganze Straßenzüge in der Hand von Bill Gates – das ist Bermuda (die schöne Seite). Wir besuchen einige Strände, die trotz Nieselregen und bedecktem Himmel bei 22 Grad von amerikanischen Tagesgästen überflutet sind. Im Süden der Insel liegen die großen Kreuzfahrtschiffe, und Massen von Touristen wuseln auf den Straßen und Wegen herum.

Geza verpflichtet uns, auf dem Rückweg am „Swizzle In“ einen Stopp einzulegen. Es ist die angesagteste Location auf der Insel, und jeder „muss“ hier kurz einkehren. Das tun wir dann auch, und überraschend lädt uns Geza zu einem kleinen Imbiss sowie zu einem „Bermuda Swizzle Rum – Recipe“ ein. Es schmeckt wie Orangensaft mit Rum – ganz lecker. An der Decke im Swizzle In hängen etwa 10.000 Ein-Dollar-Noten (Schätzung von Geza), auf denen sich vergangene Gäste verewigt haben. Das wollen wir natürlich auch, und schwups, hängt eine Dollarnote mit der Aufschrift: „Mike und Karsten – SY KAMI – 3.6.23“ mit einem Reißnagel an der Decke.

Karsten, Geza und ich im „Swizzle In“

Zurück in St. George’s gehen wir gleich in den Supermarkt, um die letzte Einkaufsrunde zu machen. Leider gibt es keine H-Milch, sodass wir uns zwei frische Liter mitnehmen müssen. Wir bereiten noch die KAMI für die Abfahrt morgen früh vor. Das Dinghy wird ordentlich vertäut, und dann sind wir soweit „ready“.

Die reparierte Winsch lief gestern Abend, als wir vom Wahoo zurückkamen, schon wieder. Scheinbar hat der Elektriker doch keine so gute Arbeit geleistet. Wir haben erst einmal die Sicherungen herausgenommen. Bei dem Dauerregen könnte schon wieder Feuchtigkeit in den Fußschalter eingedrungen sein. Kommt mit auf die Reparaturliste in Deutschland.

Karsten geht gleich noch einmal kurz in die fußläufig erreichbare Stadt. Er sucht noch ein, zwei Souvenirs für daheim.

Morgen früh geht es um 6 Uhr rüber zum Ausklarieren und danach zur Tankstelle, um Diesel nachzubunkern. Direkt danach wollen wir den Hafen verlassen und unsere Reise Richtung Nord-Nordost fortsetzen!

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