Bevor wir am 08.10. die Leinen in Arrecife loswerfen, wollten wir uns unbedingt noch ein kleines Highlight gönnen: einen Ausflug in das hübsche Städtchen Teguise. Sie ist die größte der sieben Gemeinden auf Lanzarote und war bis 1852 sogar die Hauptstadt der Insel. Heute steht ihre geschichtsträchtige Altstadt unter Denkmalschutz und lädt zu einem richtig schönen Spaziergang ein.
Die Kirche Nuestra Señora de Guadalupe ist absolut sehenswert – mit ihrer hellen Fassade und dem hübschen Glockenturm ist sie das Herz des Ortes. Als wir an diesem Tag dort ankamen, hatten wir sogar das Glück, eine Hochzeit zu beobachten. In dieser traumhaften Kulisse, mit Blumenschmuck, Musik und vielen festlich gekleideten Gästen, wirkte die Szenerie fast wie aus einem Film. Wir blieben eine ganze Weile stehen und genossen diesen besonderen Moment.
Nach einem gemütlichen Bummel durch die verwinkelten idyllischen Gassen und ein bisschen Sightseeing landeten wir schließlich im Lokal „La Bodeguita Del Medio“, das wir euch nur wärmstens empfehlen können. Dort gibt’s ausgezeichnete Tapas, eine gemütliche Atmosphäre und – zu unserer Freude – eine Bedienung, die sogar ein wenig Deutsch sprach.








Während wir uns durch die Speisekarte probierten, sprach uns ein nettes Pärchen aus England an. Sie wollten wissen, welche Rasse Piper ist – und waren völlig begeistert, als sie hörten, dass sie mit uns an Bord lebt. Die beiden erzählten von ihren eigenen Hunden in der Heimat und konnten kaum glauben, wie entspannt Piper auf einem Boot unterwegs ist. Passend zum Thema fand an diesem Tag in Teguise auch noch eine Hundeschau statt, und Piper war völlig aus dem Häuschen, so viele neue Vierbeiner zu treffen. Ein rundum gelungener Tag – für Mensch und Hund! 🐾
Am nächsten Tag gaben wir unseren Mietwagen am Flughafen in Arrecife zurück. Eigentlich wollten wir am darauffolgenden Tag in Richtung Playa de Papagayo in den Süden der Insel aufbrechen, um dort in einer Ankerbucht zu liegen. Doch ein Problem hielt uns zurück: unser Paket war immer noch nicht da.
Wir überlegten hin und her. Ohne die neuen Membranen für den Wassermacher loszufahren, machte einfach keinen Sinn – schließlich wollten wir die Dinger ja unbedingt wechseln. Also entschieden wir uns kurzerhand, im Hafenbüro nach einer Verlängerung unseres Aufenthalts zu fragen. Der freundliche Mitarbeiter am Empfang meinte, das sei kein Problem, und verlängerte direkt bis Freitag. Sogar die fälligen Zollgebühren hinterlegte er für uns in einem Umschlag an der Rezeption – Service deluxe! Prima!
Kathi blieb derweil hartnäckig: Sie chattete mit DHL, schrieb E-Mails und versuchte mehrmals anzurufen. Aber auch unser gesamtes Team zuhause stand uns tatkräftig zur Seite, unterstützte uns mit Kundendienst-Telefonaten, Mails und guten Nerven. Ein echter Mannschaftseinsatz! Schließlich kam die Info: Das Paket sei vom Zoll freigegeben, aber derzeit im Lieferzentrum in Arrecife – ohne weitere Status-Updates. Hmmm. 🤔 Über den DHL-Chat bekam Kathi dann die Nachricht, dass das Paket wahrscheinlich am Mittwoch, dem 8. Oktober, eintreffen würde.
Und tatsächlich – nach einer gefühlten Ewigkeit am Mittwoch klingelte Kathis Telefon. Der freundliche Hafenmitarbeiter war dran: „Der Fahrer ist da – euer Paket ist angekommen!“ Wir stürmten fast zum Empfang, und da lag es – unversehrt! Zum Glück keine Beschädigungen an den Membranen. Die Erleichterung war riesig!
Am Abend feierten wir unsere kleine „Paket-Party“ mit einem letzten Besuch im Carbón Carbón – unserem absoluten Lieblingsrestaurant hier im Hafen und auf der gesamten Insel. Die freundliche Kellnerin und der Küchenchef begrüßten uns (und Piper) herzlich, als wären wir Stammgäste. Wir genossen den Abend und hofften, dass am nächsten Tag beim Membranwechsel alles glatt laufen würde.



Nach dem Frühstück machten wir uns direkt ans Werk. Bewaffnet mit Werkzeug, YouTube-Video vom Hersteller Desselator und einer großen Portion Respekt begannen wir mit dem Ausbau der alten Membranen. Stück für Stück zerlegten wir die Anlage, natürlich alles fotodokumentiert, damit beim Zusammenbau kein Teil übrigbleibt. Nach 3 Stunden war das Werk vollbracht. Alles wieder dicht, alles wieder an Ort und Stelle. Wir waren ganz schön stolz auf uns!









Die Lagerkabine wurde wieder eingeräumt, alles ordentlich verstaut und verzurrt – einem Start am nächsten Mittag stand nichts mehr im Wege.
P.S. Soeben erreicht uns die freudige Nachricht, dass uns unsere Lea-Marie zu Weihnachten in der Karibik (Martinique) besuchen kommen wird. So Schön …. 🫠
